Wiener Tribunal

Nato-Krieg gegen Jugoslawien 1999
gegen die österreichische Regierung
Wiener Tribunal
Am 4. Dezember 1999 fand in Wien in Räumlichkeiten der Technischen Universität das „Wiener Tribunal gegen die Österreichische Regierung“ wegen „Bruchs der Neutralität und Unterordnung unter die Nato“ statt.

Dem Ereignis kommt historische Bedeutung zu, denn es war einer der wenigen Momente in denen Kritik an der Rolle des offiziellen Österreich beim Krieg in Jugoslawien für ein breiteres Publikum hörbar wurde. Noch mehr es war eine richtiggehende öffentliche Anklage für die politische Mitschuld an einer der größten europäischen Katastrophen nach dem Zweiten Weltkrieg. Alle oppositionellen Kräfte waren versammelt.

Das übliche Verhalten der Medien, nämlich substantielle Opposition zu verschweigen, griff für einen Augenblick nicht mehr. Der Hass der Eliten ergoss sich über uns, so als hätten wir sie enttarnt, ihnen die humanitäre und antifaschistische Tarnung heruntergerissen.

Diese wenigen Sekunden des Lichts dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Narrativ der Sieger gesellschaftlich gesehen bis heute unangetastet bleibt. Die Ereignisse sind noch zu frisch, wirken noch immer, als dass der Herrscher vergangene Verbrechen eingestehen könnte, da es ihm nichts mehr kostet.

Wir versuchen hier möglichst viele Dokumente des Wiener Tribunals zugänglich zu machen, weil die damals entwickelten Argumente auch nach Jahrzehnten noch gültig bleiben und ihnen Gehör verschafft werden soll.

Wilhelm Langthaler, Mitinitiator

Kampagne:
des Wiener Tribunals
26/11/2018
I Präambel; II Anklagebegründung; III Anklageerhebung
Kampagne:
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26/11/2018
Cover Buch Wiener Tribunal
Wiener Tribunal gegen die österreichische Regierung wegen Beihilfe zur Nato-Agreesion gegen Jugoslawien